Das untere Isartal erstreckt sich von Moosburg an der Isar bis zur Isarmündung bei Deggendorf – und bietet auf dieser Strecke eine erstaunliche Vielfalt aus Geschichte, Natur und Kultur. Hier sind die Highlights, die einen Besuch lohnen.
Moosburg an der Isar
Moosburg gilt als die älteste Stadt an der Isar. Die kompakte Altstadt mit dem Stiftsdom St. Kastulus ist ein schöner Ausgangspunkt für Spaziergänge entlang der Isarauen. Wer Vögel beobachten möchte, ist hier genau richtig: Das Wasservogelschutzgebiet „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ zwischen Moosburg und Eching dient durchziehenden Vogelarten als Rückzugsort und bietet auf verschiedenen Spazierwegen spannende Beobachtungsmöglichkeiten.
Landshut
Landshut ist das kulturelle Herzstück des unteren Isartals und hat gleich mehrere Highlights zu bieten:
- Burg Trausnitz – Die Burg wurde 1204 gegründet und diente ein Vierteljahrtausend als Residenz der Herzöge von Niederbayern. Vom Aussichtspunkt Burgschanzl bietet sich ein herrliches Panorama über die Stadt und das Isartal.
- Basilika St. Martin – Der 130 Meter hohe Kirchturm der Stiftsbasilika ist der höchste Backsteinturm der Welt.
- Stadtresidenz – Der erste Renaissancepalazzo nördlich der Alpen.
- Rathaus mit Prunksaal – Im spätgotischen Rathausprunksaal hängt ein Monumentalgemälde zur berühmten Landshuter Fürstenhochzeit von 1475.
- Mühleninsel – Eine grüne Halbinsel mitten in der Isar mit Biergarten und schönem Blick auf die Altstadt.
- Hofgarten – Die älteste Parkanlage Bayerns, mit Skulpturenmuseum im Hofberg.
Niederviehbach / Loiching (zwischen Landshut und Dingolfing)
Auf dem Weg von Landshut Richtung Dingolfing lohnt ein Abstecher zur Klosteranlage Niederviehbach sowie in Loiching zum Pfarrensemble mit seinen alten, schattigen Linden.
Dingolfing
In Dingolfing lockt neben der sehenswerten Altstadt das Museum, das Stadtgeschichte sowie Industriegeschichte mit dem legendären Goggomobil bis hin zu den neusten BMW-Modellen zeigt. Außerdem wurde die kanalisierte Isar im Stadtgebiet aufwendig zurückgebaut und renaturiert – es entstanden flache Kiesstrände zum Spazierengehen, Baden und Erholen.
Usterling bei Landau an der Isar (Geotop)
Ein absolutes Naturhighlight: Bei Usterling steht eine historische Anlage zum Fördern von Wasser, die wegen ihres Geräuschs „Widder“ genannt wird – und gleich daneben der „Wachsende Felsen“: eine 5000 Jahre alte Steinrinne, die auf eine Höhe von fünf Meter und eine Länge von 40 Meter angewachsen ist und zu Deutschlands bedeutendsten Geotopen zählt.
Landau an der Isar
In Landau gibt es ein Niederbayerisches Archäologiemuseum im herzoglichen Kastenhof – eine Zweigstelle der Archäologischen Staatssammlung München zur Vor- und Frühgeschichte Niederbayerns. Sehenswert sind außerdem die Wallfahrtskirche „Maria im Steinfels“ am Fuß des Stadtbergs sowie der historische Stadtplatz mit seinen Kirchen und Sakralbauten. Vom Radweg aus lässt sich auch die historische Bockerlbahn-Brücke entdecken.
Kloster Metten (bei Deggendorf)
Das Kloster Metten ist vor allem durch seine barocke Bibliothek im Ostflügel bekannt, deren Bestand rund 200.000 Bücher umfasst – eine der schönsten Klosterbibliotheken Bayerns.
Deggendorf
Am Ende der Isarreise, wo der Fluss in die Donau mündet: Das Infozentrum Isarmündung mit Aussichtsturm bietet einen einzigartigen Blick auf das Mündungsgebiet, das eines der größten noch erhaltenen Auwaldbereiche Deutschlands umfasst. In der Stadt selbst lohnen sich das Stadtmuseum im denkmalgeschützten ehemaligen Knabenhaus sowie die Donau-Ufer-Promenade mit Schiffsanlegestelle und Strandhaus.


